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SV zur Erhaltung des schwarz-weißgescheckten Italiener-Huhnes

Hans-Richard Gottschalk, An der Stockwiese 26, 08107 Kirchberg
Tel.: 037602/64115, Fax: /64556

Lehrbrief

Bei der Beurteilung eines typischen Italienerhuhnes sind das A und O die Form und die Kopfpunkte, finden diese keine Harmonie, so dürfen wir nicht von typisch sprechen. Dann kommen natürlich für unseren Farbenschlag Zeichnung und Farbe. Aus der blockigen Anconazeichnung das heutige kleingezeichnete, gleichmäßig über den ganzen Körper verteilte Zeichnungsmuster zu schaffen, war mit viel Züchterfleiß verbunden.

Die Zeichnung soll so gleichmäßig wie nur möglich am ganzen Körper verteilt sein. Im ersten Jahr darf die Zeichnung nicht zu grob und soll feiner als bei mehrjährigen Tieren sein. Die Perlung soll trotzdem reinweiß sichtbar und nicht verschwommen sein. Die Eigenart dieses Farbenschlages ist, nach jeder Mauser mehr und mehr aufzuhellen. Dieses hat den Züchter gelehrt, keine zu hellen Tiere in den Zuchtstamm zu stellen. Alttiere mit gleichbleibender Zeichnung sind Edelsteine der Zucht. Laut Beschluss unseres SV darf beim Hahn beiderseits nur eine weiße Schwingenfeder vorhanden sein. Treppen- und Bindenzeichnung wird gewünscht und hat den Vorzug bei der Bewertung.

Hennen mit wenig oder ungleichmäßiger Zeichnung, vor allem auch dunkle Hälse, dürfen die Note sehr gut nicht mehr bekommen. Die Schwingenfarbe ist nach dem neuesten Stand der Zucht und Beschluss unseres SV nur noch dunkel zu fordern. Ist ein Zuchtstamm mit solchen Hennen aufgebaut, brauchen wir uns um gute Zeichnungshähne nicht zu sorgen.

Wir müssen ein besonderes Augenmerk darauf werfen, dass wir besser gezeichnete Hähne bekommen, vor allem mit guter Hals- und Sattelbehangzeichnung und auf dem Flügelschild sollten wenigstens zwei Binden und Treppen sichtbar sein. Zudem ist es eine grundlegende Forderung, einen vollen Schwanzbehang mit breiten Haupt- und Nebensicheln bei guter Endzeichnung zu erreichen. Dieses garantiert auch Hennen mit schönem, vollen Schwanzansatz. Tiere mit Dachschwänzen sollte man in die Zucht nicht einstellen, da sie sich voll vererben.

Zu einem gesunden Tier gehört als besonderer Ausdruck ein mit intensivem grünem Käferglanz behaftetes Gefieder. Purpur, Messing, Blau und andere Farbabsetzungen dürfen sie nicht zeigen. Ein feuriges Auge und ein blühendes Gesicht sind Zeichen von Vitalität.

Der Typ der Henne soll sich durch einen voll entwickelten Legebauch mit breiter Beinstellung ausdrücken. Form und Zeichnung gilt es dabei miteinander zu verbinden mit äußerlichem Ausdruck höchster Gesundheit und früher Legereife. Durch Schönheit zur Leistung, diesen alten bewährten Wahlspruch wollen wir auch in Zukunft beherzigen. Hier den goldenen Mittelweg zu finden, muss Aufgabe des Züchters sein. All dieses kann man nur erreichen, wenn man seine Zuchtstämme richtig zusammenstellt, wobei dann der Zuchthahn eine ganz große Rolle spielt.

Bei einzelnen Zuchten muss das Zeichnungsbild verbessert werden, besonders die klare Tupfung. Dieses gilt vor allem bei den Hähnen. Dabei sollte man einmal Hähne mit stärkerem Kammblatt in den Zuchtstamm stellen, damit bei den Hennen der Kammansatz besser und straffer wird (Vorbeuge gegen Wickelkamm). Der Kamm soll nicht mehr als fünf, breit- tiefgeschnittene Zacken mit einem feinem Gewebe haben. Auch dürfen feurige Augenfarbe und gelbe Läufe nicht vergessen werden. Wozu auch die weißen bis cremefarbigen Ohrscheiben gehören, die mittelgroß, oval und glatt anliegend sein sollen. Zu helle Iris, zu viel Rot in den Ohrscheiben und fleckige Läufe entsprechen nicht mehr unseren Wünschen.

Dazu kommen natürlich Doppelzacken, Kammauswüchse, Beulen und Falten. Wickel und Stehkämme, Sporenbildung bei Hennen, schilfige Schwingen, Schwanzfedern und Sicheln. Außerdem passen Steilschwänze und Hängeflügel nicht mehr zu unseren Vorstellungen. Kämme und Kehllappen sollen sich der Größe der Körperteile harmonisch anpassen. Deshalb wirken grobe, faltige und zu lange Kehllappen unschön.

Zielsetzung und Aufgabe

Ziel und Aufgabe des SV und unserer Sonderrichter, ist die Zucht unseres Farbenschlages mehr und mehr in Bahnen zu lenken, welche die Züchter auf die Herausstellung der besonderen Zuchtmerkmale hinführen.

Schwarz-weiß-gescheckte Italienerhühner sind lebhafte und robuste Hühner, deren Haltung auch in rauheren Gegenden zu empfehlen ist und deren Aufzucht keine großen Schwierigkeiten bereitet. Frühe Befiederung und schnelles Wachstum zeichnen sie aus. Die geschlüpften Küken haben eine schwarz-weißgelbliche Zeichnung mit einer unregelmäßigen Verteilung der Flecken. Bei der Federbildung sind die Schwanz- und Flügelfedern zuerst weiß, was der Anfänger dieser Zucht nicht recht verstehen kann.

Erst im Alter von 3 bis 4 Monaten ändert sich das Gefieder und die richtigen Federn wachsen nach. Die Zeit, vom ersten wechseln bis zum fertig werden des Federkleides ist besonders spannend. Erst danach kann man den richtigen Schau- und Zuchtwert des Tieres feststellen. In einem grünem Rasenauslauf kommen die gelben Läufe, die roten Kämme sowie die schöne Farbe und Zeichnung eines Zuchtstamm-Schecken besonders zur Geltung.

Der SV will helfen, das Idealbild zu erreichen, denn in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter ist dieser Weg einfacher.

Die Mitgliedschaft im Verein kostet 15,- DM jährlich.

Vorstandschaft

1. Vorstand:
Hans Richard Gottschalk, An d. Stockwiese 26, 08107 Kirchberg
Tel.: 037602/64115, Fax: /64556

2. Vorstand:
Popp Gerhard, Bojendorf 9, 96196 Wattendorf
Tel.: 09504/446

Kassierer:
Wagner Eckhard, Hangweg 6, 08107 Niedercrinitz,
Tel.: 037602/7470

1. Schriftführer:
Gress Josef, Mensfelderstraße 30, 65551 Limburg
Tel.: 06431/73968

Zuchtwart und Sonderrichter:
Loh Karl Otto, Gießenerstraße 29, 35581 Wetzlar
Tel.: 06441/78020

 

Zuchtwart und Sonderrichter:
Stockmann Walter, Bahnhofstraße 31, 065551 Limburg
Tel.: 06431/73284

Sonderrichter

Froese Günther, Celler Str. 3, 29367 Steinhorst, Tel.: 05148/4307

Kaufmann Heinrich, Hnr. 27, 99326 Kleinliebrigen

Weber Jürgen, Hauptstraße 7, 08393 Schönberg, Tel.: 03764/3834